Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Bauen - Wissenswerrtes auf einen Blick

Barrierefreies Bauen ist ein fundamental wichtiges Konzept, das die Gestaltung von Gebäuden, Wohnungen und öffentlichen Räumen betrifft, um sie für Menschen mit unterschiedlichen physischen Fähigkeiten zugänglich zu machen. Daher sollte das Thema Barrierefreies Bauen mehr als nur eine Option für Menschen mit Behinderungen sein.

Es geht darum, Hindernisse zu beseitigen und Umgebungen zu schaffen, die für alle gleichermaßen nutzbar sind, unabhängig von Alter, körperlichen Einschränkungen oder anderen besonderen Bedürfnissen.

Auf folgender Seite widmen wir uns diesem großen Thema und geben Euch einen Überblick der wichtigsten Punkte.

Barrierefeies Bauen - Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

Definition & Zielgruppen

Barrierefreies Bauen bezieht sich auf die Planung und Gestaltung von Gebäuden, um sie für Menschen mit Behinderungen zugänglicher zu machen. Dabei wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass jeder Raum und jedes Element ohne Einschränkungen genutzt werden kann.

Barrierefreiheit spielt nicht nur bei Neubauten eine wichtige Rolle, sondern auch bei der Sanierung oder dem Umbau von Bestandsimmobilien.

Barrierefreies Bauen ermöglicht es allen Menschen, Gebäude ohne Einschränkungen zu nutzen und ist nicht nur bei Neubauten wichtig, sondern auch bei der Sanierung oder dem Umbau älterer Gebäude.

Bei der Planung barrierefreier Gebäude muss berücksichtigt werden, dass sie allen Zielgruppen gerecht werden - dazu zählen u.a. ältere Menschen, Rollstuhlfahrer*innen sowie Familien mit Kinderwagen. Eine sorgfältige Planung sowie die Wahl des richtigen Bauunternehmens sind entscheidend für ein erfolgreiches Projekt im Bereich barrierefreies Bauen.

Definition

Barrierefreies Bauen bedeutet, dass Gebäude und Wohnungen so gestaltet werden, dass sie für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zugänglich sind. Es geht darum, Barrieren abzubauen und eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen bzw. zu fördern.

Gesetzliche Bestimmungen und Normen im barrierefreien Bauen stellen sicher, dass bestimmte Mindeststandards eingehalten werden. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen barrierefrei und rollstuhlgerecht.

Barrierefreiheit bezieht sich auf die allgemeine Zugänglichkeit von Gebäuden für alle Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen. Rollstuhlgerecht hingegen bezieht sich speziell darauf, ob ein Raum oder eine Einrichtung für jemanden geeignet ist, der einen Rollstuhl verwendet.

Bei der Planung eines barrierefreien Bauprojekts sollten beide Aspekte berücksichtigt werden.

Zielgruppen

Ein barrierefreier Hausbau ist nicht nur für ältere Menschen eine sinnvolle Investition. Auch junge Familien mit Kindern profitieren davon, denn ein barrierefreies Haus ermöglicht mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit.

Bei der Planung sollten daher alle potenziellen Nutzergruppen berücksichtigt werden. Für ältere Menschen bietet ein barrierefreier Hausbau Vorsorge für den Fall von Mobilitätsproblemen oder Krankheiten in Zukunft und im Alter.

Aber auch bei jungen Familien sollte die Barrierefreiheit in der Planung berücksichtigt werden, um langfristig eine uneingeschränkte Nutzung des Hauses zu gewährleisten. Familien mit Kindern profitieren ebenfalls von einem barrierefreien Hausbau, da es unter anderem mehr Platz beispielsweise zum Spielen und Toben gibt.

Außerdem kann das Verletzungsrisiko durch Barrieren wie Stufen minimiert werden. Eine frühzeitige Planung für Barrierefreiheit lohnt sich somit für jede Zielgruppe beim Bauen eines Traumhauses.

gesetzliche Grundlagen

Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) legt fest, dass öffentlich zugängliche Gebäude barrierefrei gestaltet sein müssen. Dies bedeutet, dass Personen mit Behinderungen ohne Einschränkungen alle Bereiche und Funktionen des Gebäudes nutzen können sollten.

Die DIN 18040 ist eine Norm für barrierefreies Bauen und definiert Anforderungen an die Gestaltung von Gebäuden. Diese Norm berücksichtigt nicht nur Menschen mit körperlichen Einschränkungen, sondern auch solche mit Hör- oder Sehbehinderung sowie geistigen Beeinträchtigungen.

Bauherren können auf diese Weise sicherstellen, dass ihre Häuser für alle Bewohner geeignet sind.

Die Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer enthalten weitere Vorschriften zum barrierefreien Bauen. Sie regeln unter anderem den Einbau von Aufzügen oder Rampen sowie die Mindestbreiten von Türen und Fluren in Wohngebäuden.

Behindertengleichstellungsgesetz (BGG)

Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) ist eine wichtige Rechtsgrundlage für barrierefreies Bauen. Es hat zum Ziel, Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und Barrieren zu lösen bzw. zukünftig zu minimieren.

Das Gesetz gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsgebäude. Unter dem Anwendungsbereich des BGG fallen somit alle öffentlichen Gebäude sowie private Gebäude, die einer öffentlichen Nutzung zugänglich sind. Bauherren und Architekten sind verpflichtet, bei der Planung und Gestaltung von Gebäuden auf Barrierefreiheit zu achten.

Baufirmen müssen dafür sorgen, dass die Vorgaben umgesetzt werden.

Verpflichtungen von Bauherren, Architekten und Baufirmen sind unter anderem:

  • Schaffung von baulichen Voraussetzungen zur Barrierefreiheit
  • Berücksichtigung von unterschiedlichen Bedürfnissen allen Nutzergruppen
  • Einhaltung der geltenden Normen, Regelwerke und Gesetze
  • Dokumentation über Umsetzung der barrierefreien Maßnahmen

Eine barrierefreie Gestaltung ist nicht nur ein Gewinn für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität. Auch junge Familien profitieren davon durch mehr Flexibilität bei der Raumnutzung sowie einem höherem Wohnkomfort im Alter oder in besonderen Lebenssituationen wie Schwangerschaft oder Unfallfolgen.

DIN 18040

Die DIN Norm 18040 umfasst Richtlinien zur Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und Wohnräumen. Sie legt fest, welche Anforderungen an die Planung und Gestaltung von Gebäuden erfüllt werden müssen, um eine uneingeschränkte Nutzung für alle Menschen zu ermöglichen.

Die Norm gilt für Neubauten sowie Umbauten und ist somit ein wichtiger Bestandteil des barrierefreien Bauens. Die Umsetzung der DIN Norm 18040 bietet zahlreiche Möglichkeiten bei der Planung und Gestaltung von Gebäuden.

So können beispielsweise schwellenlose Zugänge, ausreichend breite Türen sowie kontrastreiche Farben verwendet werden. Auch behindertengerechte Sanitäranlagen oder Aufzüge sind Teil der Richtlinien.

Eine Einhaltung der Vorgaben sorgt nicht nur für mehr Komfort im Alltag, sondern auch für eine zukunftssichere Investition in das eigene Zuhause oder einen barrierefreien Arbeitsplatz.

Landesbauordnungen

Die Landesbauordnungen unterscheiden sich hinsichtlich der Barrierefreiheit von Gebäuden. Einige Bundesländer haben strengere Vorschriften als andere, was für Bauunternehmen und Planer eine Herausforderung darstellen kann, insbesondere bei länderübergreifenden Projekten.

Als Orientierungshilfe empfiehlt die "Gemeinsame Empfehlung zur Anwendung der Technischen Baubestimmungen" barrierefreies Bauen gemäß DIN 18040 umzusetzen. Dabei geht es nicht nur um den Zugang zum Gebäude, sondern auch um Bewegungsflächen, Türen und Fenster sowie Sanitäranlagen.

Wer gegen die Landesbauordnung verstößt und dabei die Barrierefreiheit vernachlässigt, muss mit Konsequenzen rechnen. Im schlimmsten Fall können Bußgelder oder sogar Stilllegungsanordnungen verhängt werden.

Es lohnt sich daher auf jeden Fall sicherzustellen, dass das geplante Haus allen geltenden Richtlinien entspricht und barrierefrei gestaltet wird.

Planung

Eine barrierefreie Planung beginnt mit einer gründlichen Bedarfsanalyse, um die individuellen Anforderungen an das Gebäude zu ermitteln. Dabei sollten nicht nur Rollstuhlfahrer berücksichtigt werden, sondern auch Menschen mit anderen Einschränkungen wie Seh- oder Hörbehinderungen.

Die Gestaltung des Gebäudezugangs und der Erschließung sind entscheidend für eine barrierefreie Planung. Hierbei müssen beispielsweise Rampen oder Aufzüge integriert werden, um Höhenunterschiede zu überwinden und eine problemlose Nutzung für alle Personengruppen sicherzustellen.

Zudem sollte die Mindestbreite von Eingängen und Türen beachtet werden, damit auch Rollstuhlfahrer problemlos durchkommen können.

Bedarfsanalyse

Um ein barrierefreies Gebäude zu planen und zu gestalten, ist eine umfassende Bedarfsanalyse unerlässlich. Dabei sollten individuelle Bedürfnisse und Anforderungen an das Gebäude ermittelt werden, um später ein optimales Wohnkonzept zu entwickeln. Auch zukünftige Lebensumstände wie Alter oder mögliche Krankheiten sollten hierbei in Betracht gezogen werden.

Eine erfolgreiche Bedarfsanalyse beinhaltet unter anderem die Festlegung des benötigten Platzbedarfs sowie die Berücksichtigung von folgenden Faktoren:

  • Mobilitätseinschränkungen
  • Allergien
  • Haustiere
  • Familienplanung

Durch eine sorgfältige Analyse können potenzielle Probleme bereits im Vorfeld identifiziert werden, um spätere Umbaukosten ggf. zu minimieren.

Gebäudezugang und -erschließung

Ebenerdiger Zugang ohne Stufen ist eine grundlegende Anforderung für barrierefreies Bauen, um Rollstuhlfahrern und Personengruppen mit Gehhilfen den Eintritt in Gebäude zu erleichtern. Breite Türöffnungen sind ebenfalls wichtig, um das Durchkommen von Rollstühlen und Gehhilfen zu ermöglichen. Barrierefreiheit kann auch durch Aufzüge oder Rampen erreicht werden, die alle Etagen erschließen können.

Weitere wichtige Punkte bei der Planung des Gebäudezugangs und der -erschließung sind:

  • rutschfester Bodenbeläge im Innen- und Außenbereich
  • Ausreichende Beleuchtung aller Bereiche einschließlich Treppenhäusern
  • Taktile Leitsysteme zur Orientierung für sehbehinderte Menschen
  • Handläufe an Treppen oder Rampen
  • Platz für Wenden von Rollstühlen in Engstellen wie Fluren oder vor Türen

Barrierefreie Zugänge sind nicht nur hilfreich für Menschen mit körperlicher Behinderung sondern dienen auch älteren Personen oder Eltern mit Kinderwagen als Erleichterung im Alltag. Eine professionelle Bauplanung berücksichtigt diese Faktoren frühzeitig, damit ein reibungsloser Einzug ins neue Traumhaus möglich wird.

Raumgestaltung

Höhenverstellbare Küchen- und Badmöbel tragen zu einer ergonomischen Nutzung bei. Großzügige Bewegungsflächen in den Räumen, insbesondere in Fluren und Durchgängen, sorgen für eine barrierefreie Raumgestaltung. Taktile Orientierungshilfen wie ein taktiler Bodenbelag unterstützen sehbehinderte Menschen dabei, sich im Raum zurechtzufinden.

Um eine optimal barrierefreie Gestaltung der eigenen vier Wände zu erreichen, sollten Bauherren auf entsprechende Anpassungen achten:

  • Höhenverstellbare Möbel: Besonders in Küche und Bad tragen höhenverstellbare Möbel zur Ergonomie bei
  • Großzügige Bewegungsflächen: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Räumlichkeiten genug Platz bieten nicht nur innerhalb von Zimmern sondern auch beim Zugang zum Haus oder zwischen Räumen
  • Taktile Orientierungshilfen: Eine taktile Ausrichtung des Bodens kann dazu beitragen Sehbehinderten das Leben leichter zu machen

Eine bedarfsgerechte Planung ist essentiell für eine optimale Nutzbarkeit eines Gebäudes - gerade wenn es darum geht Barrierefreiheit zu gewährleisten.

Technische Ausstattung

Unverzichtbar für barrierefreies Bauen sind diverse technische Ausstattungen, die den Wohnkomfort erhöhen und Sicherheit gewährleisten. Rauchmelder mit optischer Signalgebung statt akustischem Alarmton sorgen dafür, dass auch Menschen mit Hörbeeinträchtigung im Falle eines Brandes schnell reagieren können.

Beleuchtete Schalter erleichtern die Bedienung auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder eingeschränkter Sehfähigkeit. Darüber hinaus bietet ein Sprachsteuerungsgerät zur Regulierung von Licht, Jalousien und Temperatur eine bequeme Lösung für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder altersbedingten Handicaps.

Gestaltung

Eine sehr wichtige Planungsgrundlage für alle Gebäude, um Menschen mit Behinderungen und älteren Personen einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Eine optimale Raumgestaltung sollte auf die Bedürfnisse aller Nutzer abgestimmt sein, insbesondere bei der Wahl von Materialien und Farben sowie der Möblierung und Ausstattung.

Lichtkonzepte sind ebenfalls ein wichtiges Element bei der barrierefreien Gestaltung. Es ist wichtig, dass genug natürliches Licht in den Räumen vorhanden ist und dass das künstliche Licht ausreichend hell ist, um ein sicheres Bewegen im Raum zu gewährleisten.

Auch die Akustik und das Raumklima müssen berücksichtigt werden, damit sich alle Nutzer des Gebäudes wohlfühlen können.

Materialien und Farben

Rutschhemmende Bodenbeläge bieten ein hohes Maß an Sicherheit für alle Bewohner des Gebäudes, insbesondere für ältere Menschen und Kinder. Kontrastreiche Farbgestaltung kann zur besseren Orientierung beitragen und somit die Unfallgefahr reduzieren.

Auch die Verwendung von Schallschutzmaterialien ist wichtig, um eine angenehme Akustik im Raum zu schaffen und den Lärmpegel zu minimieren. Bei der Planung sollten diese Faktoren unbedingt berücksichtigt werden, um ein barrierefreies Wohnen für jeden möglich zu machen.

Lichtkonzepte

Das Lichtkonzept ist ein wichtiger Bestandteil des barrierefreien Bauens. Es sollte eine ausreichende Beleuchtung in allen Bereichen des Hauses gewährleisten, ohne dabei zu blenden.

Blendfreie Leuchten und Lichtschalter mit Kontrastfarben sind hierbei besonders wichtig. Auch die Tageslichtoptimierte Fensterplanung spielt eine Rolle in der Gestaltung eines barrierefreien Gebäudes.

Ein durchdachtes Lichtkonzept sorgt nicht nur für mehr Sicherheit und Komfort im Alltag, sondern kann auch zur Steigerung des Wohlbefindens beitragen. Deshalb sollten bei der Planung von Wohnräumen neben funktionalen Aspekten auch ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Akustik und Raumklima

Schalldämmende Maßnahmen an Wänden, Decken und Türen sind in jedem Gebäude wichtig. Wenn es um barrierefreies Bauen geht, spielt die Akustik zusätzlich noch eine größere Rolle. Denn Menschen mit körperlichen Einschränkungen benötigen oft mehr Ruhe und Konzentration als andere.

Um ein optimales Raumklima zu schaffen, können kontrollierte Lüftungsanlagen eingesetzt werden. Diese sorgen für einen regelmäßigen Luftaustausch und verbessern so die Luftqualität im Haus. Eine weitere energieeffiziente Möglichkeit zur Beheizung von Räumen ist der Einsatz von Bodenheizungen.

  • Schalldämmende Maßnahmen an Wänden, Decken und Türen
  • Kontrollierte Lüftungsanlagen verbessern das Raumklima
  • Bodenheizungen als effektive Heizvariante nutzen

Möblierung und Ausstattung

Intelligente Möbelstücke mit Mehrfachnutzen sind essentiell für barrierefreies Bauen. Sie sparen Platz und ermöglichen es, die Räume flexibel zu gestalten. Räume mit sanitären Anlagen sollten ebenfalls barrierefrei ausgestaltet werden, um auch im Alter oder bei körperlicher Einschränkung Sicherheit und Komfort zu gewährleisten.

Hier können beispielsweise rutschfeste Einlagen für Badewannen und Handläufe installiert werden, um das Sturzrisiko zu minimieren.

Beispiele

Barrierefreies Bauen ist wichtig, um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ein Beispiel für barrierefreies Bauen in Wohngebäuden sind breitere Türen und ebenerdige Duschen.

Öffentliche Gebäude sollten ebenfalls zugänglich sein, zum Beispiel durch Rampen oder Aufzüge.

Öffentliche Gebäude

Bei öffentlichen Gebäuden müssen bestimmte Anforderungen für Barrierefreiheit erfüllt werden. Hierzu gehören unter anderem stufenlose Zugänge, ausreichend breite Türen und Flure sowie gut erkennbare Bodenindikatoren.

Auch Rollstuhlfahrer sollen sich ohne Einschränkungen bewegen können und barrierefreie Sanitäranlagen nutzen können. Beispiele für barrierefreie öffentliche Gebäude sind zum Beispiel modern gestaltete Bibliotheken oder Museen mit multimedialem Angebot.

Auch neu gebaute Schulgebäude setzen vermehrt auf Barrierefreiheit, um allen Schülern einen reibungslosen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Finanzierungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise durch Fördermittel der KfW-Bankengruppe oder durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI, welche den Umbau von öffentlichen Einrichtungen unterstützen können.

Wohngebäude

Die Grundrissgestaltung von barrierefreien Wohngebäuden sollte auf die Bedürfnisse aller Bewohnerinnen und Bewohner abgestimmt sein. Dazu gehört zum Beispiel, dass alle Räume leicht zugänglich sind und ausreichend Platz für Rollstühle oder Gehhilfen vorhanden ist.

Auch Türbreiten sollten großzügig bemessen werden, um eine unabhängige Nutzung zu ermöglichen. Wer sich für ein barrierefreies Haus interessiert, kann Förderprogramme zur Finanzierung von Barrierereduzierungen in Anspruch nehmen. Diese können helfen, die Kosten im Rahmen zu halten und den Traum vom eigenen barrierefreien Zuhause möglich machen.

Barrierefreiheit im Außenbereich bei Wohngebäuden ist genauso wichtig wie im Innenbereich. Eine stufenlose Zugänglichkeit zur Haustür sowie breite Wege ermöglichen es Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität eigenständig das Gebäude zu betreten und verlassen sowie den Garten ohne Hindernisse genießen zu können.

Bei der Planung sollte auch darauf geachtet werden Witterungsbedingungen einzubeziehen beispielsweise Schnee- oder Regenschauer welche die Barrierefreiheit beeinträchtigen könnten - durch entsprechende Gestaltung des Eingangs, auf dem Weg zum Hauseingang als Beispiele lässt sich dies berücksichtigen.

Gastronomie und Hotellerie

Barrierefreiheit in der Gastronomie stellt eine Herausforderung dar, weil es oft schwierig ist, den Bedürfnissen von Gästen mit Behinderungen gerecht zu werden. Lösungsansätze können unter anderem darin bestehen, barrierefreie Zugänge und Toilettenräume einzurichten oder Menükarten in Brailleschrift anzubieten.

Auch das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen unter dem Personal kann dazu beitragen, dass sich diese Gäste an solchen Orten willkommen fühlen. Ein sehr schönes Beispiel findet man hier.

Im Hotelgewerbe gibt es Best Practices aus der Branche zur Förderung von Inklusion durch Barrierefreiheit. Beispielsweise können Rollstuhlrampen an Eingängen installiert werden oder Zimmer so gestaltet werden, dass sie auch für Menschen im Rollstuhl zugänglich sind.

Eine gute Informationspolitik zum Thema Barrierefreiheit auf der Website des Hotels ist ebenfalls hilfreich. Eine Liste von barrierefreien Hotels in Deutschland findet man unter anderem hier.

Gastgeber sollten über den rechtlichen Rahmen Bescheid wissen und sicherstellen, dass ihre Einrichtung den Vorschriften entspricht. Dies bedeutet jedoch nicht nur die Erfüllung von gesetzlichen Anforderungen sondern vielmehr ein positives Signal gegenüber allen Gästen: Bei uns sind alle willkommen!

Fazit

Alles in allem gewinnt der Gedanke vom barrierefreien Bauen immer mehr an Bedeutung innerhalb unserer Gesellschaft und ist daher auch ein wichtiger Bestandteil für zukünftige Projekte geworden.

Nur gemeinsam können wir es schaffen Barrieren oder Hindernisse von Anfang an zu minimieren oder gar zu vermeiden.