Euer Traumhaus passend zum Budget: Wieviel Haus bekomme ich für mein Geld?

Euer Traumhaus passend zum Budget: Wieviel Haus bekomme ich für mein Geld?

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Damit Euer Traum vom Eigenheim Realität werden kann, ist eine sorgfältige Finanzplanung angesagt. Mit Eurem Budget setzt Ihr den Rahmen, in dem Ihr Euch bewegen könnt. Doch welches Haus könnt Ihr für Euer Geld erwarten? In diesem Beitrag zeigen wir Euch, welche Fertighäuser oder Massivhäuser Ihr in den unterschiedlichen Preisklassen bekommt.

Die Kostengruppen beim Hausbau

Bevor Ihr Euch mit den Baukosten für die Erstellung Eures Hauses beschäftigt, solltet Ihr wissen, wie sich die Gesamtkosten eines Hausbaus zusammensetzen

  • Grundstück: je nach Lage etwa 20 bis 60 Prozent des Bauprojekts
  • Bodenplatte: rund 150 bis 200 Euro je Quadratmeter oder
  • Keller: je nach Ausführung etwa 30.000 bis 50.000 Euro
  • Hausbau-Budget: Die reinen Baukosten für den Hausbau liegen zwischen 2.100 und 3.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.
  • Baunebenkosten: Maklercourtage, Grunderwerbssteuer, Erschließungskosten, Versicherungen, Notar- und Gerichtskosten – insgesamt etwa 15 Prozent der Gesamtkosten
  • Außenanlagen: etwa 5 Prozent der Gesamtkosten


Hausbau-Budget bis 100.000 Euro

Ein begrenztes Baubudget von 100.000 Euro bedeutet, dass die Auswahl an Häusern sehr eingeschränkt ist. Ihr habt bei einem Low Budget-Haus eigentlich nur die Wahl zwischen einem Tiny House (maximale Fläche etwa 50 Quadratmeter) oder Häusern, bei denen Ihr einen erheblichen Teil der Bauarbeiten selbst erledigen müsst – Stichwort Eigenleistung.

Dabei wird oft nur das Material in Bausätzen geliefert, oder es handelt sich um kleine und einfache Ausbauhäuser. Baufamilien sollten immer genau prüfen, welche Leistungen sie vom Haushersteller beziehen – und womit sie sich selbst auseinandersetzen müssen. Überschätzt dabei Eure handwerklichen Fähigkeiten sowie den erforderlichen Zeitaufwand nicht. Außerdem werden sogenannte Selbstbauhäuser von vielen Banken bei der Kreditvergabe kritisch gesehen.

Zum Preis für das Haus kommen noch die Kosten für die Bodenplatte hinzu. Diesen zusätzlichen Betrag müsst Ihr mit kalkulieren. Es dürfte ehrlich gesagt schwierig werden, ein Bauvorhaben für weniger als als 100.000 Euro umzusetzen.

Beim Tiny House sind immerhin die Baunebenkosten wegen der nicht notwendigen Bodenplatte deutlich niedriger. Die genaue Summe ist von der Bauweise und dem Boden abhängig, auf dem das Haus verankert ist.


Hausbau-Budget bis 200.000 Euro

Bei einem Budget von 200.000 Euro könnt Ihr als Bauherren mit dem Kauf eines kleinen, schlüsselfertigen Hauses in einfacher Ausstattung rechnen. Einfach ausgestattet bedeutet hierbei, dass Ihr Euch keine Extrawünsche beim Baukörper – wie Gauben oder Erker – erfüllen könnt.

Die Sanitärausstattung und die Heizung (oft Gasheizung) sind einfacher Standard. Das bedeutet, die Innenausstattung ist mitunter von eher unbekannten Herstellern. Auf Balkon und Terrasse müsst Ihr häufig nicht verzichten, doch sind sie meistens kompakt gehalten.

Bei einem Budget bis 200.000 Euro wird das Haus nicht besonders groß: Ihr könnt höchstens von rund 100 Quadratmetern Wohnfläche ausgehen. Wenn Ihr bereit seid, selbst Hand anzulegen, könnt Ihr Euer Baubudget anders verplanen und Euch eine bessere Ausstattung oder mehr Wohnfläche leisten.

Dabei sind durchaus kreative Lösungen möglich: Um Euch inspirieren zu lassen, könnt Ihr Euch in unserem Webtool konkrete Vorschläge und Angebote von Fertighausherstellern zusammenstellen lassen.


Hausbau-Budget bis 300.000 Euro

Für 300.000 Euro können Baufamilien bereits ein großzügigeres Haus bauen. Mit dieser Summe lassen sich entweder eine bessere Ausstattung oder mehr Wohnfläche realisieren. Im Vergleich zum Budget von 200.000 Euro erwartet Euch bei gleicher Ausstattung beispielsweise eine größere Wohnfläche von etwa 140 Quadratmetern. Je nach Anbieter ist möglicherweise auch die Bodenplatte bereits inbegriffen.

Trotzdem müsst Ihr in der Planungsphase noch auf einige verlockende Zusatzangebote verzichten, um die Baukosten innerhalb Eurer Budgetgrenzen zu halten. Einen Keller zum Beispiel werdet Ihr für Euer Budget eher nicht bekommen.


Hausbau-Budget bis 400.000 Euro

Für 400.000 Euro Baukosten können schon viele Wünsche erfüllt werden – vom großzügigen Grundriss bis hin zur anspruchsvollen Ausstattung. Die Badeinrichtung kommt von namhaften Herstellern. Die Bodenbeläge sind hochwertig, und bei Fenstern und Türen ist Technik und Design auf dem neuesten Stand.

In dieser Preisklasse kommt ebenso eine Bauweise nach höchstem Energiestandard (etwa KfW 40 Plus) dazu. Dennoch solltet Ihr darauf achten, dass die Gesamtkosten inklusive Nebenkosten und Außenanlagen schnell ansteigen können. Dies insbesondere dann, wenn ein Keller gebaut wird. Hinzu kommt, wie immer, der Preis des Grundstücks.


Hausbau-Budget über 400.000 Euro

Baufamilien, die mehr als 400.000 Euro für ihr Hausbau-Budget einplanen, können in der Regel sorglos bauen, ohne viele Abstriche machen zu müssen. Dennoch solltet Ihr genau prüfen, welche Leistungen bereits inklusive sind und welche nicht. Wenn Ihr ein großzügiges Grundstück einrechnet, kann das gesamte Projekt leicht die Millionengrenze erreichen.

Insbesondere Häuser mit einem Kaufpreis oberhalb 500.000 Euro verfügen häufig über eine Wohnfläche von mehr als 200 Quadratmetern und werden als moderne Villen konzipiert. Türme, Erker oder Gauben zieren Euer Traumhaus in dieser Preisklasse. Moderne Smarthome-Technik und ein Wintergarten zählen ebenso zu den luxuriösen Extras, die Ihr mit einem Budget oberhalb 500.000 Euro realisieren könnt.


Wenn das Budget nicht reicht: Sparpotenziale beim Hausbau

Der Appetit kommt beim Essen. Und auch bei Hausbau entstehen viele Wünsche erst, wenn Ihr Euch konkret mit den Angeboten beschäftigt. Wenn dann das Budget für Euer Traumhaus knapp wird, seht Euch die nachstehenden Preistreiber an. Hier könnt Ihr die eine oder andere Einsparmöglichkeit finden:

  • Keller oder Bodenplatte: Eine Bodenplatte macht den Hausbau deutlich günstiger und ist immer dann eine Alternative, wenn genügend andere Nutzflächen zur Verfügung stehen.
  • Aufwendige Haustechnik: Eine Gasheizung zählt heute in der Anschaffung zu den günstigsten Wärmerzeugern. Wirtschaftlicher sind allerdings Wärmepumpen. Erkundigt Euch auch dazu rechtzeitig nach den Gegebenheiten vor Ort. Blockheizkraftwerke werden in einigen Neubaugebieten für die Wärmeversorgung mehrerer Häuser angeboten und auch Fördermöglichkeiten solltet Ihr grundsätzlich prüfen.
  • Aufwendige Hausformen: Ein rechteckiges Haus wird immer günstiger zu bauen sein, als ein Haus mit viele Ecken und Abstufungen. Gauben, Erker und vorgezogene Giebel können die Baukosten erheblich erhöhen.
  • Fensterflächen: Im Verhältnis zur Außenwandfläche kosten Fenster bis zum Vierfachen. Das solltet Ihr bei der Planung berücksichtigen.
  • Dachform: Wenn Ihr kostenbewusst bauen wollt, entscheidet Euch am besten für ein klassisches Satteldach.
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