Das passende Dach für euer Zuhause: Diese beliebten Dachformen solltet ihr kennen

Das passende Dach für euer Zuhause: Diese beliebten Dachformen solltet ihr kennen

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Dach ist nicht einfach nur ein Dach – es bestimmt das Aussehen eures Traumhaues entscheidend. Neben der Optik kommt es dabei auch auf die inneren Werte an. Bevor ihr euch für eine Variante entscheidet, solltet ihr die verschiedenen Dachformen und ihre Vor- und Nachteile kennen.

Das Satteldach – der Klassiker

Das Satteldach ist in Deutschland am weitesten verbreitet – auch, weil es architektonisch relativ leicht umzusetzen ist und die Fassade schützt. Photovoltaik oder Solarthermie lassen sich auf einem Satteldach einfach installieren und erzielen bei richtiger Ausrichtung eine gute Sonnenausbeute. Um die Wohnfläche optimal auszunutzen, können Gauben eingeplant, beziehungsweise nachträglich eingebaut werden.

Vorteile eines Satteldachs

• günstig dank einfacher Bauweise
• wenig wartungsintensiv
• wind- und wetterbeständig
• senkrechte Giebelfenster möglich
• Gauben möglich

Nachteile eines Satteldachs

• Verlust von Wohnfläche kann je nach Dachneigung hoch sein

Das Flachdach – einfach und vielseitig

Flachdächer gelten als die einfachste Dachform. Gleichwohl erfordert der Bau eine gewissenhafte Arbeitsweise: Andernfalls regnet es durch. In einem Haus mit Flachdach, etwa einem Bungalow, entfallen Dachschrägen, weshalb die Wohnfläche enorm ist. Zudem kann das Dach begrünt oder als Terrasse gestaltet werden.

Vorteile eines Flachdachs

• effiziente Raumnutzung
• weniger Energieverluste über die Dachflächen

Nachteile eines Flachdachs

• geringere Lebensdauer
• stärkere Belastung durch Witterungseinflüsse

Das Pultdach – voll im Trend

Pultdächer mit nur einer Dachschräge erobern die Neubaugebiete. Die asymmetrische Optik ist ein Hingucker. Nur eine Dachschräge bedeutet eine optimale Raumnutzung. Wusstet ihr, dass ihr auf einem Pultdach so viele Solarkollektoren anbringen könnt, wie auf keinem anderen Dach?

Vorteile eines Pultdachs

• einfache, kostengünstige Bauweise
• optimale Raumnutzung durch nur eine Dachschräge
• ideal für Photovoltaik oder Solarthermie

Nachteile eines Pultdachs

• je nach Standort auf einer Seite geringer Witterungsschutz

Das Walmdach – stabil und schützend

Walmdächer haben an allen vier Seiten Dachschrägen. Als "Walm" bezeichnet man die Dachfläche auf der kürzeren Giebelseite. Er macht das Dach besonders stabil und schützt es vor Witterungseinflüssen. Allerdings schlägt sich die aufwendigere Bauweise in den Kosten nieder. Oder ihr entscheidet Euch für ein kostengünstigeres Krüppelwalmdach mit verkürzter Dachfläche am Walm.

Vorteile eins Walmdachs

• guter Schutz vor Witterungseinflüssen
• Stabilität und Langlebigkeit

Nachteile eines Walmdachs

• höhere Kosten aufgrund einer aufwendigen Konstruktion
• senkrechte Giebelfenster entfallen

Das Tonnendach – eine runde Sache

Tonnendächer überzeugen mit einer besonders guten Statik, sind jedoch aufwendig umzusetzen und dementsprechend teuer. Wer beim Hausbau etwas tiefer in die Tasche greifen kann, darf sich über eine aufsehenerregende Optik freuen.

Vorteile eines Tonnendachs

• hervorragende Statik
• ästhetisch ansprechend

Nachteile eines Tonnendachs

• aufwendige Bauweise, daher kostspielig

Das Schleppdach – flexibel bleiben

Ein Schleppdach setzt die vorhandene Dachfläche – in der Regel ein Satteldach – über die Außenmauern des Hauses hinaus fort. Die auf diese Weise entstehende Überdachung eröffnet flexible Nutzungsmöglichkeiten, zum Beispiel als Carport, Terrassenüberdachung oder für einen Wintergarten. In den meisten Fällen wird ein Schleppdach nachträglich montiert, mitunter aber auch beim Neubau mit eingeplant.

Vorteile eines Schleppdachs

• lässt sich auch nachträglich einbauen
• zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten

Nachteile eines Schleppdachs

• eventuell müssen Dachrinnen und Abläufe verlängert werden

Das Mansarddach – sehr edel

Um Grundsteuern zu sparen, die auf Dachflächen nicht anfielen, entwickelten die findigen Architekten François Mansart und Jules Hardouin-Mansart im 17. Jahrhundert das Mansarddach. Ohne nennenswerten Raumverlust können mehrere Stockwerke übereinander gesetzt werden. Wenngleich diese Steuer heute hinfällig ist, begeistert das edle Aussehen nach wie vor.

Vorteile eines Mansarddachs

• geringer Raumverlust
• schicke, herrschaftliche Optik

Nachteile eines Mansarddachs

• kostspielig, da aufwendig in der Umsetzung


Fazit: Welches Dach ist das beste?

Bei der Dachform für euer Traumhaus habt ihr die Qual der Wahl: Für welches Dach ihr euch entscheidet, hängt vor allem von eurem persönlichen Geschmack ab. Die Vor- und Nachteile solltet ihr trotzdem abwägen: vor allem hinsichtlich der (zukünftigen) Nutzungsmöglichkeiten und der Baukosten. Ganz wichtig: Ihr solltet euch unbedingt erkundigen, ob der Bebauungsplan eurer Gemeinde Vorgaben zur Dachgestaltung macht.

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